09/11/09 10:14
 

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Kurzes Zahnmedizinisches Lexikon

 

 
für Patienten
 

Zahn-Implantate

Die Implantologie hat sich zu einer der wichtigsten Therapieformen zum Ersatz fehlender Zähne entwickelt. Damit geht ein alter Menschheitstraum in Erfüllung Zahnlosigkeit oder die Verwedung von Zahnprothesen zu vermeiden.

Der Einsatz von Implantaten (künstlichen Zähnen) ermöglicht häufiger noch die Verwendung eines festsitzenden Zahnersatzes als dies ohne Implantate möglich ist. Sogar bei Zahnlosigkeit kann mit sehr aufwendigen Methoden wieder eine fester Zahnersatz ermöglicht werden. Es können Implantate aber auch nur als Halteelemente für eine Totalprothese dienen, wenn diese keine ausreichende Saugkraft besitzt. Ein wichtiger Vorteil ist: Die Erhaltung der natürlichen Strukturen und Funktionen. Nachteile sind: Zum Teil höhere Kosten und bei schlechten Voraussetzungen höhere Risiken.

 

 

Nachfolgend haben wir einige wichtige Dinge zusammengestellt, die Sie bei einer implantologischen Behandlung beachten können. Weiter unten beantworten wir die häufigsten gestellten Fragen (direkt zu den Fragen )


   

Lücke vor der Implantation
1. Wenn in einer sonst vollständigen Zahnreihe ein einzelner Zahn fehlt, so kann man durch ein Implantat vermeiden, dass zur Anfertigung einer Brücke die der Zahnlücke benachbarten Zähne überkront werden müssen. Dies ist dann wichtig, wenn diese Zähne weitgehend unversehrt sind. da ca. 15% dieser Zähne durch das Überkronen irreversibel geschädigt werden. Eingesetztes Implantat (gleicher Patient)  
    2. Bei einer von hinten verkürzten Zahnreihe - d.h. die hinteren Backenzähne fehlen - kann durch ein oder mehrere Implantate vermieden werden, dass ein herausnehmbarer Zahnersatz (Prothese) angefertigt werden muss. Der Ersatz dieser Zähne ist wichtig um funktionelle Erkrankungen - z.B. der Gelenke - zu vermeiden und dies erfolgt mit einem festsitzenden, implantatgestützten Ersatz stabiler.

Abb. rechts: Ersatz von 4 Zähnen im seitlichen Unterkiefer


mehr hierzu:

 
   

Steg

3. Bei einem zahnlosen Kiefer, der einer herausnehmbaren Prothese nicht genügend Halt bietet, kann mit Implantaten wieder eine Befestigung geschaffen werden. Damit erlangt man wieder Sicherheit beim Essen und bei der Konversation. Links die klassische Art mit vier Implantaten im Unterkiefer und einem sog. Steg, die sich seit mehr als 30 Jahren bewährt hat. Modernere Lösungen verwenden Druckknöpfe, Halteelemente und Teleskope aus Metall oder Keramik (siehe Bild).

mehr hierzu:

Druckknöpfe

Keramikteleskope

 
       
    Darüberhinaus gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten mit Implantaten bis zum festsitzenden Ersatz aller Zähne eines Kiefers. Dies können sehr aufwendige, aber auch sehr hilfreiche Behandlungen sein. Links ein zahnloser Kiefer und rechts mit festen Zähnen behandelt.

mehr hierzu:
 
   

3D-Planung von Implantaten im Oberkiefer unter simulierten neuen Zahnkronen

Schablone zum Übertragen der virtuell gefundenen Position der Implantate. Dies ermöglicht nachher die Kronen in funktionell und ästhetisch richtiger Position einzugliedern.

"no more drilling in the dark"

3D-Diagnostik ist heute Standard. Dreidimensionale Bilder, mit denen bis auf 1/10mm genau die Dimensionen des Implantationsbereiches gemessen werden kann, sind die Grundlage einer genauen Planung.

Diese Daten kann man benutzen, um genau den Kiefer zu vermessen und die genau passenden Implantate heraus zu suchen.

Der nächste Schritt kann die virtuelle implantologische Behandlung sein, die man mit Schablonen oder einem Navigationsgerät in den Mund übertragen kann.

Vorteile sind vor allem eine größere Sicherheit und ein besseres Endergebnis. Manchmal kann man damit auch die prothetische Suprakonstruktion (die Kronen) schneller oder sogar sofort einsetzen und manchmal kann man den operativen Eingriff sehr stark vereinfachen.

Planungsübersicht einer umfangreichen Planung

 
   

FAQs
Die häufigsten Fragen zu Implantaten:

Was sind Implantate?
Kann man Implantate in jedem Fall einsetzen?
Welches sind die wichtigsten Gründe für ein Implantat?
Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Implantat?
Kann man auch implantieren, wenn der Knochen schon abgebaut ist?
Welches Risiko gehe ich ein?
Gibt es Wege Risiken zu verringern?
Gibt es eine Garantie für den Erfolg eines Implantates?
Aus welchem Material bestehen die zahnärztlichen Implantate?
Welches sind die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Implantation?
Was kostet ein Implantat?
Muss ich zum Implantieren in´s Krankenhaus?
Wie läuft eine implantologische Behandlung ab ?

 
    Was sind Implantate?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die an Stelle fehlender natürlicher Zähne in den Kiefer eingepflanzt werden. Dies ist in der Regel besser als Brücken und Prothesen. Denn es erhält in der Regel den Kiefer und schont die anderen Zähne vor Belastung und - wie bei Brücken - vor dem Beschleifen.                 
                                                                                                                               

 

 

    Kann man Implantate in jedem Fall einsetzen?

Nein. Doch es gibt heute die Möglichkeit in den meisten Fällen mit Implantaten eine gute Wiederherstellung des Kauorganes zu erreichen. Dennoch gilt auch heute noch: Die Erhaltung der natürlichen Zähne ist zunächst vorrangig. 
                                                   

 

    Welches sind die wichtigsten Gründe für ein Implantat?

1. Die Zahnlücke
Wenn in einer sonst vollständigen Zahnreihe einer oder mehrere Zähne fehlen, so kann man durch ein oder mehrere Implantate vermeiden, dass zur Anfertigung einer Brücke die der Zahnlücke benachbarten Zähne überkront werden müssen. Dies ist wichtig, weil insbesondere gesunde Zähne durch Überkronung geschädigt werden.

2. Wenn die hinteren Zähne fehlen
Bei einer von hinten verkürzten Zahnreihe kann durch Implantate vermieden werden, dass ein herausnehmbarer Zahnersatz (Prothese) angefertigt werden muss. Der Ersatz dieser Zähne ist wichtig um funktionelle Erkrankungen - z.B. der Gelenke - zu vermeiden und dies erfolgt mit einem festen Ersatz stabiler als mit einer Prothese.

3. Der zahnlose Kiefer
Hier kann man entweder einer Prothese durch Implantate wieder Halt verleihen oder man kann wieder alle Zähne durch feste Implantate ersetzen.
                                                                                                                                                                            

 

 

 

 

 

 

 

    Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Implantat?

Am besten heilen Implantate ein, die ca. 2-12 Wochen nach der Entfernung eines Zahnes eingesetzt werden. Wichtig ist, dass man nicht zu lange wartet, denn in den ersten 2 - 3 Jahren gehen 40-60% des Kiefers verloren und der Wiederaufbau des Kiefers ist nicht immer einfach. Manchmal kann das Implantat auch sofort bei der Zahnentfernung eingesetzt werden.   
                        

 

 

    Kann man auch implantieren, wenn der Knochen schon abgebaut ist?

Ja, in vielen Fällen. Dies kann in den meisten Fällen durch sehr unterschiedliche Mthoden des Kieferknochenaufbaues geschehen, manchmal aber auch, in dem gefährdete Strukturen verändert werden (z.B. Nervverlegung). Durch die neueren Implantate kann man auch kürzere Versionen wählen, so dass man auch immer häufiger ganz auf Kieferaufbauten verzichten kann. In diesem Bereich ist eine intensive Beratung nötig, da es häufig mehrere Lösungsmöglichkeiten gibt.
                                                                                                                                                                      
 

 

 

   

Welches Risiko gehe ich ein?

Eine Implantation ist ein operativer Eingriff. Der Aufwand entspricht je nach Verfahren einer Zahnentfernung oder einer operativen Zahnentfernung. Die Implantation erfolgt heute in speziellen Operationsräumen gmäß den Hygienerichtlinien. Umfangreiche Eingriffe können auch in Sedierung oder Narkose durchgeführt werden. Der Verlust eines Implantates ist schmerzlos. Man verwendet heute Implantate, nach deren Verlust keine ungünstigere Situation als vor der Implantation eintritt. So ist in der Regel auch eine erneute Implantation möglich. In bestimmten Fällen bestehen individuell besondere Risiken, die vor der Implantation erörtert oder behandelt werden müssen. Mit der heute üblichen und empfehlenswerten 3D-Technik bei der Planung können Risiken vorher erkannt und weitgehend vermieden werden.        
          

 

 

 

   

Gibt es Wege Risiken zu verringern?

Wichtigste Risikovermeidung ist ein exakte Planung. Eine dreidimensionale rechnergestützte Planung (3D-Diagnostik) sollte daher immer angestrebt werden.

Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen: Auf der Basis der 3D-Diagnostik kann die Implantation virtuell geplant werden (3D-Planung) und fast völlig identisch in den Mund übetragen werden (Schablonentechniken, Operationsnavigation). Natürlich ist die gesamte Qualität dadurch besser und ein wichtiger Nebeneffekt entsteht dadurch, dass man den chirurgischen Aufwands verringern kann. Das vermeidet Schmerzen, Schwellung und Nachbehandlung. Durch eine gezielte Planung kann manchmal der höhere Kostenaufwand für die Planung wieder etwas ausgeglichen werden. Besonders zu empfehlen ist die dreidimensionale Darstellung, wenn Knochendefizite vorliegen und Knochen aufgebaut werden muß. Dann ist die 3D-Darstellung auch mehrfach sinnvoll.
                             

 

 

 

 

   

Gibt es eine Garantie für den Erfolg eines Implantates?

Nein. Die Erfolgsaussichten liegen je nach Verfahren, individuellen Voraussetzungen u.a. bei ca. 90 - 95% nach 10 Jahren. Da das jeweils günstigste Implantationsverfahren, die Erfolgsaussichten und der Nutzen einer Implantation sowie die Kosten individuell sehr verschieden sind, können diese Fragen nur nach einer gründlichen Voruntersuchung und einem intensivem Gespräch über die individuellen Wünsche und Probleme geklärt werden.

 

    Aus welchem Material bestehen die zahnärztlichen Implantate?

Die zahnärztlichen Implantate werden heute praktisch ausschließlich aus dem Metall Titan hergestellt. Dieses Material hat sich als biologisch besonders verträglich erwiesen und wird vom Kieferknochen toleriert. Es geht aber noch besser: Mineral beschichtete Implantate gehen eine feste Verbindung mit dem Kieferknochen ein. Seit 2005 werden wieder in sehr kleinem Umfang auch Keramikimplantate eingesetzt (mehr zu diesem Thema
)                                                                                                         

 

 

   

Welches sind die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Implantation?

Allgemeinmedizinische Voraussetzung: Es dürfen keine schweren Allgemeinerkrankungen, wie z.B. lmmunschwäche oder schwere Herz-Kreislauferkrankungen vorliegen. Auch Suchterkrankungen (Drogen-/Tablettenkonsum, Alkoholismus) stellen einen Hinderungsgrund dar. Im Zweifelsfall ist der Hausarzt zu befragen. Auch das müssen Sie wissen: Die Misserfolgsraten sind bei Rauchern höher. Ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist keine Kontraindikation, er muß jedoch gut eingestellt sein.
Zahnmedizinische Voraussetzung: Am Ort und zum Zeitpunkt der geplanten Implantation dürfen keine Entzündungen oder andere Erkrankungen der Schleimhaut oder des Knochens vorliegen. Wird in einem bezahnten Gebiss implantiert, so sollten die eigenen Zähne vorher behandelt werden. Vor und nach der Implantation sind regelmäßige Mundhygienebehandlungen (Prophylaxe) dringend zu empfehlen - dies gilt allerdings auch für die natürlichen Zähne.

 

 

 

   

Was kostet ein Implantat?

Je nach dem verwendeten System kostet ein Implantat incl. Krone ca. 900.- bis 3500.- €. Private Versicherer übernehmen die Kosten in der Regel zumindest in weiten Teilen, gesetzliche Versicherungen übernehmen bei bestimmten Voraussetzungen Kostenanteile für die Überkronungen der Implantate. Kosten für Implantate werden von den gesetzlichen Versicherungen nur in sehr speziellen Fällen übernommen.
Die Kosten für einen Kieferaufbau können sehr unterschiedlich sein, zwischen 400.- und ca.10.000.- €.
Die 3D-Diagnostik kostet ca. 200.- - 350.-€, hinzu können Kosten für eine Zahnaufstellung ("setup", ca. 150,-€), die virtuelle Planung am Computer (zwischen ca. 200.-€ und 1.000.-€) und eine Implantatbohrschablone kommen (je nach System zwischen 150.-€ bis ca.1.000,-€)

Die virtuelle 3D-Planung am Computer kostet ca. 650.- €. Darin enthalten ist die exakte Übertragung auf den Kiefer. Die Operationsnavigation kostet ca. 900.- €.

Die Preisgestaltung liegt natürlich in der Hand Ihres Behandlers und kann sehr unterschiedlich sein. Lassen Sie sich also vorab einen Kostenvoranschlag für Ihre spezielle Behandlung machen (es gibt 268 435 456 Möglichkeiten).

 

 

 

 

 

 

   

Muss ich zum Implantieren in´s Krankenhaus?

In der Regel nicht. Dies ist nur bei umfangreichen Kieferaufbauten oder bei Risiken durch allgemeine Erkrankungen nötig. Statt Krankenhaus kommt auch ein Hotel in Praxisnähe in Frage, das ist günstiger und oft angenehmer. Fragen Sie, ob Ihre Praxis hier eine Möglichkeit bietet.

 

 

   

Wie läuft eine implantologische Behandlung ab ?

                         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, die je nach den Voraussetzungen sehr unterschiedliche Zeit
in Anspruch nehmen können. Nachstehend sind die wichtigsten Begriffe erklärt:
 
               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

links zu informativen Implantatfirmen: 1. Zimmer Dental 2. Friadent 3. Nobel Biocare

links zu informativen Implantatseiten: 1. Implantate.com

 
 
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