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Kurzes Zahnmedizinisches Lexikon

 

 
für Patienten
 

FUNKTIONSSTÖRUNGEN IM KIEFERBEREICH

 

 

 
 

Gelenke von Sportlern werden ständig stark beansprucht und bedürfen deshalb besonderer Zuwendung. Ihr Kiefergelenk ist so belastet wie die Gelenke von Hochleistungssportlern. Ein Tennisarm mag hinderlich und schmerzhaft sein - Kiefergelenksbeschwerden sind deutlich folgenschwerer: Knacken, Schmerzen bei Mundbewegungen wie Sprechen und Kauen, längerfristig mit der möglichen Folge der Versteifung. Migräne-Kopf-Schmerz und Nackenverspannungen haben oft ihre Ursache in Kiefergelenksstörungen.

   

Kiefergelenksbeschwerden können viele Ursachen haben. Nächtliche Stressbewältigung durch Knirschen und Pressen („Zähne zusammenbeißen und durch..."), nicht genau auf Ihre Gelenkverhältnisse angepasste Kronen oder Prothesen oder einfach „Verschleiß" der Gelenkoberflächen sind einige Beispiele. Falsch angepasste Kronen wirken wie z.B. falsche Schuheinlagen: Schiefes Laufen trifft das Hüftgelenk, schiefes Beißen trifft das Kiefergelenk.

Die Diagnose der Kiefergelenkerkrankungen geschieht zunächst einmal durch die Routineröntgendiagnostik. Bei Verdacht auf eine Erkrankung kann diese durch spezifische Aufnahmen noch präzisiert werden.
 
    Klarheit über den Zustand Ihrer beiden Kiefergelenke, der Bänder und Muskeln können wir durch sehr genaue Mess- und Registriermethoden gewinnen. Diese Erkenntnisse lassen sich dann für die Therapie von Beschwerden nutzen. Neue Versorgungen werden durch funktionsanalytische Maßnahmen nicht nur passend für ihre Zähne, sondern auch für Ihre Gelenke hergestellt. Operationen am Gelenk vermeidet man damit heute weitgehend. Damit Sie im Spitzensport „Kauen" auch weiterhin erfolgreich sind. Ohne Tennisarm im Mund.  
    Bei zahnärztlichen Wiederherstellungen durch Kronen, Brücken, Prothesen und Implantaten gehört die Funktionsanalyse heute zum Standard. Je nach Umfang der Arbeiten kann auch der Aufwand der funktionsanalytischen Maßnahmen angepasst werden. Höherer Aufwand ist insbesondere dann sinnvoll, wenn bereits Schäden an Gelenken oder Muskulatur eingetreten sind.

Denken Sie auch daran, dass die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur in direkter Beziehung zu den Gelenken und der Muskulatur des Nackens und der Wirbelsäule stehen und dass Beschwerden in diesen Bereichen voneinander abhängig sein können.
 
    Wenn der Kiefer nicht mehr auf geht: Dann helfen physiotherapeutische Übungen und die verschiedenartigen Schienen, die für diesen Zweck entwickelt werden. Ein Beispiel ist z.B. der passive Kiefertrainer von atos. In seltenen Fällen sind auch chirurgische Maßnahmen sinnvoll.  
 
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